Waldpädagogik ist ein methodisches Prinzip für Bildungsangebote im Wald. Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen durch Erlebnisse in der Natur, den Wald besser zu verstehen. Man will damit Verständnis schaffen für den Lebensraum Wald, für seine Funktionen, aber auch für „seine Bedürfnisse”.
Mittlerweile gibt es in der Schweiz zahlreiche Einrichtungen, welche nach waldpädagogischen Grundsätzen arbeiten. Dazu gehören zum Beispiel Waldkindergärten, Waldschulen und Waldschulzimmer. Ebenso gibt es eine gesamtschweizerische Organisation: SILVIVA, Organisation für Umweltbildung und Wald. SILVIVA ist der Partner des BAFU im Bereich Waldpädagogik.
„Treffpunkt Wald” heisst das SILVIVA-Projekt im forstlichen Bereich. Mit diesem Projekt will SILVIVA jedem Kind in der Schweiz mindestens einmal in seiner Schulzeit eine spannende Waldführung durch einen Forstprofi ermöglichen. Zahlreiche Forstleute wurden in den letzten Jahren von SILVIVA waldpädagogisch weitergebildet und sind jetzt in der Lage, Waldwissen stufengerecht und erlebnisorientiert weiterzugeben.
Im neu lancierten Projekt „Försterwelt” erleben Primarschulkinder aus erster Hand die Welt der Forstleute. Die Schulklasse hegt und pflegt unter fachlicher Anleitung eines Försters, Forstwarts oder Forstwartlehrlings ein Stück Wald in unmittelbarer Nähe zu ihrem Schulhaus. Die Klasse besucht „ihr” Waldstück in Begleitung des Försters zu jeder Jahreszeit mindestens einmal.
Schliesslich bietet SILVIVA zusammen mit der ZHAW den Zertifikatslehrgang „Naturbezogene Umweltbildung” an.