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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Fragen


Die Antworten

1. Was wurde alles durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) vorgegeben?

Die Bestimmungen über die berufliche Grundbildung finden sich im Berufsbildungsgesetz (BBG) im Wesentlichen unter Kapitel 2 (Artikel 14 - 25 BBG). Weitere Bestimmungen finden sich zudem im 5. Kapitel (Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel; Artikel 41) sowie im 6. Kapitel (Bildung von Berufsbildungsverantwortlichen; Art. 45 - 47). Ausserdem sind auch Bestimmungen im allgemeinen Teil zu beachten, wie zum Beispiel Art. 8 BBG (Qualitätsentwicklung).

Das BBT begleitet den Reformprozess von A - Z (strategische Projektsteuerung und hoheitliche Aufgaben). Eine wichtige Aufgabe des BBT ist es auch, die Verordnung über die berufliche Grundbildung zu erlassen.
Schliesslich ist der Reformprozess stets auch unter dem Blickwinkel des Masterplanes Berufsbildung zu betrachten.
Weitere Angaben zu Aufgaben und Rollen im Reformprozess finden sich im Handbuch Verordnungen (http://www.bbt.admin.ch/dossiers/nbb/d/handbuch_bgb.htm)
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2. Wieso ist die Schnupperlehre nicht mehr vorgeschrieben?

Bereits das alte BBG hat die Schnupperlehren nicht geregelt. Im neuen BBG hat man auf eine Regelung verzichtet, da es Sache der Lehrvertragsparteien ist, ob eine Schnupperlehre vorausgesetzt werden soll oder nicht.

Laut Beschluss der Reformkommission wird die Schnupperlehre allen Lehrbetrieben im Anhang des neuen Bildungsplanes empfohlen. Dieser Anhang ist jedoch nicht Teil der Vernehmlassung.
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3. Wieso sind das berufsbezogene Arztzeugnis und die berufsärztliche Folgeuntersuchung nicht mehr wie bisher vorgeschrieben?

Diese sind für den Forstwartberuf besonders wichtig und müssen zwingend gesamtschweizerisch vorgeschrieben werden!
Der Gültigkeitsbereich des neuen BBG erstreckt sich auf die gesamte berufliche Grundbildung und höhrere Berufsbildung. Das BBG gilt also nicht mehr nur für die gewerblich-industriellen und kaufmännischen Berufe, sondern neu auch für die bisher über andere Gesetze geregelten Berufe der Land- und Waldwirtschaft sowie der Bereiche Gesundheit, Soziales und Kunst. Eine gesamtschweizerische Regelung betreffend ärztlichen Vorabklärungen und Untersuchungen über alle Berufe hinweg wäre zu allgemein. Allerdings können solche Bestimmungen in den einzelnen Verordnungen über die berufliche Grundbildung aufgenommen werden.
Die ärztliche Voruntersuchung ist darum auch in der neuen Verordnung für Forstwarte vorgeschrieben. Die ärztliche Folgeuntersuchung darf aber gemäss Seco nicht mehr explizit erwähnt werden.
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4. Wo finden sich die Kriterien/Vorgaben für die berufsärztlichen Untersuchungen und wer hat diese erstellt?

Die Einzelheiten zur ärztlichen Untersuchung werden zurzeit vom zuständigen Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) behandelt und sind voraussichtlich ab Sommer 2006 in Form eines Merkblattes verfügbar.
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5. Wieso müssen Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen gleich und ähnlich immer wiederholt werden?

Die Förderung der Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen ist eines der zentralen Anliegen des neuen BBG (Art.1) und alle drei Lernorte haben zu deren Entwicklung beizutragen. Im Hinblick auf die angestrebte berufliche Handlungskompetenz ist jedes (fachliche) Richtziel mit einer spezifischen Auswahl dieser persönlichen Kompetenzen verknüft. Die Integration erlaubt eine gezielte und praxisorientierte Förderung der Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen gleichzeitig mit der Entwicklung der Fachkompetenzen.
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6. Sind als Träger der überbetrieblichen Kurse die eidgenössischen oder die kantonalen OdA Wald gemeint?

Das BBT versteht im Sinne des neuen BBG primär die nationalen Organisationen der Arbeitswelt als Ansprechpartner. Das Gesetz stipuliert eindeutig, dass in der OdA alle Partner der Branche vertreten sind. Es sieht in Art.1, lit. 3 auch vor "Bund, Kantone und die OdA arbeiten zusammen". Für eine Branche wie die Waldwirtschaft ist die Konzentration der Kräfte auf eine gesamtschweizerische OdA Wald eine zweckmässige Lösung. Dies garantiert auch einheitliche Qualitätsstandards, z. Bsp.in den überbetrieblichen Kursen.
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7. Wie ist die Finanzierung der Arbeit der OdAW geregelt und wie sollen sie diese Aufgabe mit der heutigen Organisation und der schlechten finanziellen Lage bewältigen können?

Die OdA finanziert sich selbst, das heisst, die Arbeit und Sitzungen ihrer Mitglieder werden durch ihre Verbände bezahlt. Für gewisse Aufgaben der OdAW, etwa Leistungen für die berufliche Grundbildung (z. Bsp. Umsetzung der neuen Bildungsverordnung; Entwicklung neuer Bildungsgänge, z. Bsp. Attest- Bildung,etc.), kann auf den Berufsbildungsfonds zurückgegriffen werden, sobald dieser eingerichtet ist und funktioniert (Ziel: 1.1.2007).
Der Reformprozess wird aufgrund des BBG teilweise vom BBT finanziell mitgetragen.
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8. Die Ökologie soll gemäss Informationsschreiben 03/2005 stärker gewichtet werden. Wieso ist kein Kurs "Praktische Ökologie" vorgesehen (mind. 4 Tage)?

Die Forstwarte werden an allen drei Lernorten stärker auf ökologisch sinnvolle Handlungsweisen hin sensibilisiert und ausgebildet. In der Berufsschule wird Ökologie als neues Fach eingeführt, die bestehenden überbetrieblichen Kurse werden angepasst und auch die Lehrmeister müssen entsprechend weitergebildet werden. Die im Bildungsplan enthaltenen Leistungsziele können damit, nach Meinung der Reformkommission, innerhalb der vorgeschlagenen Kurstage erreicht werden.
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